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Naturorte

Streuobstwiese Mühlenkampstraße

Angelegt wurde die Streuobstwiese vom Landeskrankenhaus und diente gemeinsam mit den heute als Siedlungsgebiet umgewidmeten Flächen der Selbstversorgung.

Die ersten Obstbäume wurden wahrscheinlich um 1930/1940 gepflanzt. Sie wurden als Halbstamm erzogen damit sie auch in Ergo-Projekten gut geerntet werden konnten. Besonders auffällig ist die große Anzahl an sehr frühen Sorten wie dem Klarapfel oder Filippa. Auf der Fläche finden sich aber auch Kaiser Wilhelm, Grahams Jubiläumsapfel oder James Grieve.

Nach dem Verkauf der Fläche in den 1980er Jahren wurden die Obstbäume nicht mehr gepflegt daher ist der zustand der alten Bäume sehr schlecht. Die Statik ist fragil und so brechen, vor allem im Sommer mit hohem Fruchtbehang, immer wieder ganze Baumteile ab. Eine zusätzliche Herausforderung für die Bäume ist der starke Behang mit Misteln.

Wir haben im Schatten der alten Bäume unsere ersten Projekte umgesetzt. Wir mähen die Fläche mit Handsense oder Freischneider. Wir schneiden die jungen Bäume und versuchen jeden Winter die Misteln zu reduzieren und wir pflanzen unsere selbst veredelten alte Sorten in die Lücken die sich durch den Abgang alter Bäume ergeben.

Auf der einen Seite ist es traurig wenn alte Bäume absterben, allerdings eröffnen sich mit Ihnen der Natur neue Möglichkeiten. Die Bäume bleiben als Totholz auf der Fläche, auch der Baumschnitt wird von uns in Totholzhaufen gesammelt und wird so zu einem wichtigen Biotopelement.

Die Jungbaumwiese an der Mühlenkampstrape

Vor einigen Jahren wurde eine Gruppe von alten Obstbäumen gerodet und durch Jungbäume ersetzt.

Die Jungbäume entwickeln sich nur sehr zögerlich da es in diesem Bereich sehr viele Wühlmäuse gibt.

Wir versuchen die Wühlmauspopulation zurück zu drängen indem wir die natürlichen Feinde unterstützen. Ansitzstangen, eine monatliche Mahd rund um die Bäume und das Freihalten der Baumscheiden sind ein erster Rettungsversuch. Gute Erfahrung haben wir damit gemacht bei der Pflanzung neuer Bäume die Erde mit Kies oder Splitt anzureichern. Wühlmäuse mögen keine Steine.

Eichenweide am Stiftshügel

Die Namensgebern des Geländes ist eine alte, stattliche Roteiche. Als wir das Gelände bekamen verschwand die Eiche inmitten junger Ahornbäume.

Um die Artenvielfalt auf der Fläche zu erhöhen haben wir die Ahornbäume gerodet und eine Totholzhecke angelegt. Auf dem sonnigsten Teil der Fläche ist eine Baumschule für alte Obstsorten entstanden. Die Bäume haben wir in Workshops selbst veredelt.

Nach und nach möchten wir das Gelände durch weitere Strukturen wie Sandarium, Lehmpfützen oder Käferkeller ergänzen.

Eine Option ist, diese Fläche auch für die angrenzenden Schulen erlebbar zu machen. Diese Option käme allerdings erst nach dem Bau der Umgehungsstraße und der Umgestaltung der vielbefahrenen Bundesstraße zum tragen. Heute ist der Verkehr viel zu laut.