Dauer: ca. 30 Minuten
Alter: ab 4 Jahren
Ort: Streuobstwiese oder anderer Obstgarten
Ziel
Die Kinder lernen Bäume bewusst wahrzunehmen und entwickeln eine persönliche Beziehung zur Natur. Durch genaues Beobachten, Berühren und kreatives Gestalten entdecken sie, dass jeder Baum einzigartig ist.
Material
* Namensschilder oder kleine wetterfeste Anhänger
* Schnur oder Bast zum Befestigen
* Wachsmalstifte
* Papier (DIN A4 oder A3)
* Buntstifte oder Wasserfarben
* Klemmbretter (optional)
Ablauf
1. Einen Baum finden (ca. 10 Minuten)
Gemeinsam geht ihr über die Streuobstwiese. Jedes Kind darf sich in Ruhe einen Baum aussuchen, der ihm besonders gefällt. Vielleicht ist es die Form der Krone, die Rinde, die Blätter oder einfach ein gutes Gefühl.
Ist der Lieblingsbaum gefunden, bekommt er ein Namensschild mit dem Namen des Kindes. Für die Dauer des Programms wird er so zu „meinem Baum“.
Anregende Fragen:
* Was gefällt dir an deinem Baum?
* Fühlt sich seine Rinde rau oder glatt an?
* Kannst du etwas hören, wenn du ganz still bist?
* Welche Tiere oder Pflanzen leben in seiner Nähe?
2. Die Rinde entdecken (ca. 10 Minuten)
Nun legen die Kinder ein Blatt Papier an den Stamm und reiben mit einem Wachsmalstift darüber. Langsam erscheint das Muster der Baumrinde auf dem Papier.
Dabei entdecken die Kinder: Jede Baumrinde sieht anders aus – genau wie jeder Baum einzigartig ist.
3. Meinen Baum malen (ca. 10 Minuten)
Zum Abschluss setzen sich die Kinder zu ihrem Baum und malen ihn so, wie sie ihn sehen. Sie können dabei besonders auf die Form, die Äste, die Blätter oder auch kleine Details achten.
Wer möchte, kann seinem Baum einen Namen geben oder erzählen, warum gerade dieser Baum sein Lieblingsbaum geworden ist.
Abschluss
Zum Ende treffen sich alle im Kreis. Jedes Kind zeigt sein Rindenbild oder seine Zeichnung und erzählt einen Satz über seinen Baum.
Zum Beispiel:
* „Das ist mein Lieblingsbaum, weil …“
* „An meinem Baum gefällt mir besonders …“
* „Ich komme gerne wieder zu meinem Baum.“
So entsteht eine kleine Gemeinschaft aus Kindern und ihren Lieblingsbäumen – und vielleicht der Wunsch, den eigenen Baum bei einem späteren Besuch wiederzufinden.